Das Human Design System - kurz "HDS"

oder
Wie die Sterne unsere Gene programmieren und damit unsere Persönlichkeit prägen

Eine kurze Einführung

Wenn Dir das Human Design System hier zum ersten Mal begegnet, dann soll Dir diese Einführung eine kleine Vorstellung davon liefern, was das Human Design System ist, welche Informationen es über einen Menschen liefert und wie Du es für Dich und die Dich umgebenden Menschen nutzen kannst. 

Das Human Design System (HDS) ist vereinfacht gesagt ein sehr präzises Analysewerkzeug, mit dem es möglich ist, jedem Menschen all seine angeborenen Fähigkeiten und Eigenheiten, mit denen er ein erfülltes Leben führen kann, oder könnte, oder es in Teilen sogar tut, aufzuzeigen. 

Eine geniale Kombination alter Weisheitslehren mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen verleiht dem HDS diese außergewöhnliche Präzision: Die alte chinesische Weisheitslehre I Ging und Bereiche der Astrologie, um nur einen Teil zu nennen, wirken hier erfolgreich zusammen mit Wissenschaftsbereichen wie der Genetik und der Teilchenphysik. 

Bringt man beispielsweise das I Ging und die menschliche DNA jeweils in eine gemeinsame grafische Darstellung, wird auf erstaunliche Weise sichtbar, dass beide in ihrer Struktur deckungsgleich sind - kaum anzunehmen, dass die Weisen im alten China vor fünftausend Jahren sich am mikroskopisch entschlüsselten menschlichen Genom orientierten. Das Human Design System geht davon aus, dass sich in jeder unserer Zellen ein einzigartiger auf uns wirkender Bauplan des Lebens verbirgt. Und in diesem Bauplan finden wir die exakte Beschreibung unseres körperlichen, wie unseres seelischen und geistigen Potenzials.

Diese Grafik zeigt: 
Die 64 Hexagramme des I Ging, 
die 4 Grundbausteine der menschlichen DNA, 
die Aminosäuren Adenin, Thymin, Guanin und Uracil 
in ihren möglichen Kombinationen, 
sowie die zum Geburtszeitpunkt durch den Stand der Gestirne aktivierten sogenannten "Tore" 1 bis 64.
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Eine weitere Entdeckung der jüngsten Zeit sind die als Neutrinos bezeichneten subatomaren Teilchen, die permanent von den Sternen, einschl. der Sonne und allem was im Kosmos an Materie existiert, ausgestrahlt, ausgesendet werden, und von denen wir sekündlich von zig Milliarden getroffen und durchdrungen werden. Für Albert Einstein waren Neutrinos noch Theorie - vor wenigen Jahren jedoch wurden für ihre Existenz und dafür, dass sie tatsächlich über Masse verfügen, die wissenschaftlichen Nachweise erbracht. Diese Zusammenhänge stellen eine "begreifbare" Verbindung zu den Erkenntnissen her, die die über Jahrtausende gewachsene Astrologie gesammelt hat. 

Wenn wir die sehr komplexen Zusammenhänge, wie sie in der Human Design Literatur oder den Ausbildungen gelehrt werden einmal verlassen, lässt sich das Ganze vielleicht stark vereinfacht und modellhaft so beschreiben: 

Zum Zeitpunkt unserer Geburt, also dem Moment, an dem wir den bis dahin schützenden organischen Mutterleib verlassen, sind wir erstmalig direkt und ungefiltert dem Strom der Neutrinos ausgesetzt. Dies ist der Moment, in dem die Moleküle unserer DNA, unserer genetischen Anlagen, durch die Neutrinos eine für das ganze bevorstehende Leben anhaltende und informierende Prägung erfahren - unser individuelles Design - zusätzlich zu allen bereits aus dem familiären Vorfeld vorhandenen "Erb"-Informationen. Vielleicht lässt es sich vorstellen wie bei einer klassischen Fotoplatte, die nur ein einziges mal belichtet wird, die auch nur ein einziges Mal belichtet werden kann, und die dieses Bild nun also "zeitlebens" darstellen wird. 

So zeigt ein Foto vielleicht ein Porträt, während auf einem anderen eine Landschaft abgebildet ist - forever.

Da die Stellung der Planeten, Sterne usw., also der Objekte, die die Neutrinos aussenden und beeinflussen nicht fix ist, sondern sich permanent ändert, ändert sich damit auch die Zusammensetzung, die Qualität des permanenten Neutrinostromes. So können zu einer bestimmten Stunde mehr Neutrinos, die z.B. vom Saturn beeinflusst sind ankommen, zu einer anderen Stunde sind es jene, die mehr mit dem Mars oder der Sonne zu tun haben. Dies ist der Grund, warum für eine aussagefähige HDS-Analyse der möglichst genaue Geburtszeitpunkt bekannt sein sollte. 

Mit diesem Geburtszeitpunkt und Dank leistungsfähiger Computerprogramme ist es nun möglich, jedem Menschen eine betrachtbare, auswertbare grafische Darstellung seines Designs, also seiner "Beschaffenheit" für dieses Leben zu geben - das sogenannte "Human Design Chart".

Zur Berechnung des HDS-Charts wird übrigens noch ein zweiter Zeitpunkt herangezogen (88 Tage vor der Geburt), auf welchen der Einfachheit halber in unserem einfachen Modell aber verzichtet werden soll. 

Diese kurze Einführung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigt aber im Folgenden die Faktoren auf, die als hauptsächlichste Themen in der Synergetischen Human Design Arbeit, der Human Design Activation, zur synergetischen Aktivierung der eigenen genetischen Anlagen (des eigenen Designs) einbezogen werden. 

Für ausführliche Informationen zum Human Design System empfehlen wir die Links am Ende dieser Seite.
 

Das Human Design Chart - die "Körpergrafik" ...

... wird per Computer erstellt und ist die Basis für eine Auswertung der eigenen Persönlichkeit, des eigenen individuellen Designs. 

Jedes Chart eines heutigen Menschen hat 9 sogenannte Zentren, deren Anordnung immer gleich ist. 
Das sind die weißen und farbigen Dreiecke und Vierecke innerhalb des Charts. Natürlich hat jedes dieser Zentren eine besondere Bedeutung, dazu später mehr.

Die insgesamt 64 Ziffern in diesen Zentren sind die sogenannten Tore, die je nach Geburtszeitpunkt (also dem Stand der Gestirne) als aktiv oder nicht aktiv berechnet werden. Diese 64 Tore sind den Zentren fest zugeordnet, wir finden sie immer an der gleichen Stelle.

Die 64 Tore sind gleichermaßen die Ausgangspunkte der insgesamt 36 Kanäle, wie die Verbindungen zwischen den Zentren genannt werden. Sofern ein Tor aktiv ist, wird die Hälfte des von ihm ausgehenden Kanals farbig, d.h. rot oder schwarz oder beides, markiert. Wenn die Berechnung ergibt, dass zwei sich gegenüberliegende Tore aktiv sind, dann wird der ganze Kanal farbig markiert und gilt als aktiver oder definierter Kanal. Auch jedes Tor und jeder Kanal hat eine ganz spezielle Bedeutung.

Und es passiert in diesem Fall noch mehr: Die Zentren, die auf diese Weise über einen definierten Kanal miteinander verbunden sind, werden ihrerseits nun auch aktiv bzw. definiert. Ein definiertes Zentrum ist daran zu erkennen, dass es eingefärbt ist (ob rot, gelb, grün oder braun spielt in dieser Einführung keine Rolle). 

Ist ein Zentrum nicht über einen definierten Kanal mit einem anderen Zentrum verbunden, bleibt es weiß und wir bezeichnen es im Gegensatz zum definierten Zentrum als offenes Zentrum.

Ein definiertes, also farbiges Zentrum bedeutet, hier kann sich der betreffende Mensch auf die Qualität dieses Zentrums verlassen. Hier ist er festgelegt und die betreffende Qualität steht ihm sein ganzes Leben zur Verfügung. Ein offenes, also weißes Zentrum bedeutet hingegen, hier ist der Mensch nicht auf diese Qualität festgelegt, sondern er ist offen dafür, die jeweiligen Qualitäten von anderen wahrzunehmen und sie ihnen auch zu "spiegeln". Er ist hier aber auch von anderen Menschen konditionierbar, beeinflussbar und darf lernen, zu unterscheiden, was zu ihm gehört und was nicht.

Das sind sie auch schon, die Elemente eines Charts, Zentren, Tore und Kanäle, die so viel über einen Menschen aussagen können. Ein Blick auf ein Chart zeigt also mehr oder weniger offene oder definierte Zentren und Kanäle, und allein aus dieser Konstellation heraus wird der sogenannte Typ bestimmt. 

Die Zentren des Human Design Systems im Überblick

Die Zentren im Human Design Chart haben folgende Bezeichnungen und Bedeutungen:

1 ist das Kopfzentrum - ist es definiert, interessiert sich der Mensch in der Regel nur für seine eigenen Fragen. Ist es offen, ist der Mensch damit offen für alle Inspirationen oder Fragen um sich herum, oft für Fragen und Probleme, die ihn gar nichts angehen.   

2
ist das Ajnazentrum, ein Wahrnehmungszentrum, welches beobachtet, forscht und analysiert - es denkt. Ist es gemeinsam mit dem Kopfzentrum aktiv, führt es zu einer festgelegten Art des Denkens, des Verstandes. Ist es offen, dann ist die Art des Denkens flexibel und kann sich immer wieder ändern, wodurch aber auch immer wieder Zweifel an eigenen "Überzeugungen" aufkommen können.

3
ist das Kehlzentrum, ein Ausdruckszentrum für das Kommunizieren und Umsetzen. Auch hier gilt, ist es festgelegt, ist auch die Art des Ausdrucks und des Umsetzens der eigenen Themen festgelegt, auf diese Art ist immer Verlass. Ein offenes Kehlzentrum ist wandelbar und in Ausdruck und Umsetzung oftmals Spiegel seiner Umgebung. 

4 ist das G-Zentrum oder das "Selbst". Hier liegen die Persönlichkeit, die Identität sowie Lebensweg und -richtung verankert. Ist es definiert, gibt es ein ausgeprägtes Identitätsgefühl, eine Art innerer Führung durch das Leben. Einem offenen G-Zentrum fehlt diese Sicherheit, dafür hat es die Chance, "viele Leben" auszuprobieren und zu leben und damit viel Lebensweisheit zu erwerben.

5
ist das Herzzentrum, der "Motor" der Willenskraft, des gesunden Egos, des sich Durchsetzens in der materiellen Welt. Ist es definiert, steht die Willenskraft jederzeit zur Verfügung, begleitet von einem stabilen Selbstwertgefühl. Ein offenes Herzzentrum kann sich auf seinen Willen nicht verlassen und ist geneigt, ständig den anderen etwas beweisen zu wollen. Es sollte seine Aufmerksamkeit auf seine Flexibilität richten, die keinen starren Willen benötigt, es aber dennoch immer wieder aufrichtet.

6
ist das Milzzentrum, ebenfalls ein Wahrnehmungszentrum. Eine definierte Milz ist in der Lage, augenblicklich wahrzunehmen, ob etwas für den Körper gut ist oder nicht - es gibt diese Information aber nur ein einziges Mal. Danach ist sie nämlich wieder mit dem Aufpassen beschäftigt. Menschen mit offenem Milzzentrum sind eher geneigt, sich ihr Wohlgefühl über andere Menschen "herein" zu holen, vornehmlich solche, mit definierter Milz.

7
ist das Sakralzentrum, ein "Motor". Im definierten Zustand hat es so etwas wie eine innere Stimme, die Bauchstimme, die einem sagt, wann man auf das Leben reagieren soll. Es sollte gelernt werden, diese Stimme zu hören und ihr zu vertrauen. Zudem verfügen Menschen mit definiertem Sakralzentrum über Energie, die (entsprechend der inneren Stimme) richtig eingesetzt, immer zur Verfügung steht und dann auch gerne genutzt wird. Wer das Sakralzentrum offen hat, ist kein Energietyp und sollte darauf achten, nicht Energie ausagieren zu wollen, die er gar nicht hat - durch Konditionierung von außen zeigt sich oft das (falsche) Gefühl, unerschöpflich arbeiten zu können.

8 ist das Solarplexus- oder Emotionalzentrum, und sowohl "Motor" als auch ein weiteres Wahrnehmungszentrum. Definiert sorgt es dafür, sich auf die eigenen Gefühle verlassen zu können, deren Wellen aber unter bestimmten Umständen abgewartet werden müssen. In der Regel können sich emotional definierte Menschen darauf verlassen, das ein gespürtes Gefühl auch zu ihnen gehört. Emotional offene Menschen hingegen, sind offen für die fremden Gefühle um sie herum, "saugen" sie oft wie ein Schwamm in sich auf und verstärken sie in sich selbst. Das ist der Grund für sie, negativen Gefühlen aus dem Weg zu gehen und Konflikte zu vermeiden. Wer emotional offen ist sollte daher öfter ganz für sich sein (was übrigens für alle offenen Wahrnehmungszentren gilt) und sich ansonsten bei jedem Gefühl fragen, ob es sich um sein eigenes handelt.

9 ist das Wurzelzentrum, ein "Motor", hier sitzt der Überlebenstrieb, der Druck zum "Schaffen" macht. Diese Qualität ist in der heutigen Zeit viel weniger erforderlich als zu Zeiten, in denen der "tägliche Kampf" tatsächlich dem puren Überleben diente. Eine definierte Wurzel vermittelt das Gefühl, permanent etwas tun zu müssen, sie macht Druck. Hier sollte gelten "Soviel wie nötig statt so viel wie möglich". Aber nicht nur auf den Betreffenden selbst macht sie Druck, sondern oft auch auf Menschen mit offener Wurzel. Die übernehmen nämlich durch ihre Offenheit gerne den Druck der "Definierten" und lassen sich mit Stress und Arbeit überhäufen. Sie sollten sich immer wieder fragen, ob das wirklich ihr eigener Schaffensdruck ist, den sie gerade verspüren.
 

Die Typen im Human Design System

Das Human Design beschreibt insgesamt 4 Grundtypen von Menschen (wobei ein Typ noch einen Untertyp hat), die sich in ihren Lebensstrategien und Eigenschaften sehr voneinander unterscheiden. 

Es sind dies:

Die Manifestoren (8% der Menschheit)
Die Generatoren
      
es gibt "reine" Generatoren (36% der Menschheit) 
       und "manifestierende" Generatoren (33% der Menschheit)  
Die Projektoren (21% der Menschheit)
Die Reflektoren (2% der Menschheit)

Wir sehen hier schon, die Typen sind in ihrem prozentualen Anteil sehr unterschiedlich verteilt. 
Dass das durchaus sinnvoll ist wird deutlich, wenn wir uns die einzelnen Typen und ihre Eigenheiten näher anschauen. Die Menschheit als Gesamtsystem braucht diese verschiedenen Typen zu ihrer Weiterentwicklung. 
Die Konstellation der Zentren und Kanäle verrät uns den Typ eines Menschen.



1. Der Manifestor
 

Er ist als einziger Typ dafür "angelegt", aus eigener Initiative etwas in Gang zu bringen, zu initiieren, der sprichwörtliche "Macher" zu sein, oftmals tut er das rücksichtslos, weshalb er zuweilen als unberechenbar gilt. 

Seine Aufgabe ist es, selbstbestimmt "sein Ding zu machen". 
Dabei wird er oft die Angst haben: "Wird man mich machen lassen?"

Wenn alles klappt, ist sein Gewinn: Frieden und freies Agieren,
wenn nicht, kommen Wut und Zorn, meist als Folge von Verboten und Einschränkungen, die ihn kontrollieren wollen.

Damit alles klappt, sollte er sein Umfeld stets von seinen Vorhaben VORAB informieren. Sobald er dann aber etwas in die Welt gebracht hat, sollte er sich wieder zurücklehnen und seiner nächsten Initiative entgegenschauen. 

Der Manifestor ist im Chart daran erkennbar, dass er ein offenes Sakralzentrum hat und dass mindestens ein "Motor" mit dem Kehlzentrum verbunden ist. Wegen seines offenen Sakralzentrums ist der Manifestor jedoch kein sog. Energietyp. Er verfügt nicht über permanente Energie. und sollte daher das längerfristige Umsetzen seiner Initiativen den Energietypen, also den Generatoren überlassen.



2. Der Generator (reiner und manifestierender Generator)

Der Generator gehört zu den "Arbeitsbienen" auf dieser Welt. Er ist nicht geschaffen, von sich aus Dinge zu initiieren. Er soll nicht agieren sondern auf seine Umwelt und auf andere Menschen reagieren (auf Fragen oder Impulse) und dann entsprechend entscheiden. Bei der Entscheidung muss er lernen, seiner sakralen Bauchstimme zu folgen - die haben NUR die Generatoren. Folgt der Generator seiner Bauchstimme und entscheidet sich richtig, bekommt er schöpferischen Zugang zu seiner Energie und findet damit Erfüllung und Zufriedenheit

Seine Aufgabe ist es, aus der Reaktion heraus etwas zu erschaffen.
Dabei begleitet ihn die Angst, nicht gefragt zu werden, einer richtigen Situation nicht zu begegnen oder etwas zum falschen Zeitpunkt entschieden zu haben.

Wenn alles klappt, empfindet er Erfüllung und Selbstwert - wenn nicht hat er Frust, der aus Ungeduld, langer Weile oder dem Gefühl fremdbestimmt zu sein resultiert.

Damit alles klappt darf er NICHTS initiieren, niemals, wohl aber auf Situationen reagieren und Antworten auf Fragen bereithalten.

Der manifestierende Generator muss zusätzlich seine getroffene Entscheidung immer auch noch auf ihre Richtigkeit überprüfen, er muss also seine Entscheidung ausprobieren, seine Erfahrung damit machen. Erst dann kann er sicher sein. Wenn das Gefühl während des Ausprobierens nicht mehr passt, muss er seine Entscheidung umgehend revidieren. Er gilt daher manchmal als unzuverlässig. Passt es aber, dann darf er sogar manifestieren.

Wer im Chart ein definiertes Sakralzentrum hat, ist immer ein Generator. Wenn dann noch mindestens ein "Motor" mit dem Kehlzentrum verbunden ist, ist er ein manifestierender Generator. Alle Generatoren sind sog. Energietypen, ihnen steht ihre Energie (so sie ihre Erfüllung und Zufriedenheit gefunden haben) quasi permanent zur Verfügung.



3. Der Projektor

Anders als die Generatoren ist der Projektor nicht zum "Tun" geschaffen. Er ist eher in der Passivität und muss auf Einladungen warten. 

Der Projektor hat wie der Manifestor ein offenes Sakralzentrum, was auch ihn zu einem sog. Nicht-Energie-Typen macht, jedoch ist bei ihm keiner der Motoren mit dem Kehlzentrum verbunden. Er sollte daher nichts initiieren.

Seine Aufgabe besteht vielmehr im Koordinieren der Energien anderer, weil er mit seinem angeborenen "Durchblick" in der Lage ist, deren Potenzial (vorhandenes wie nicht vorhandenes) zu erkennen. Dabei begleitet ihn jedoch häufig die Angst, in seinen eigenen Fähigkeiten nicht erkannt zu werden.

Wenn alles klappt, dann erreicht der Projektor Erfolg und Ansehen. Wenn nicht, dann spürt er Bitterkeit und Groll.

Damit alles klappt und er erkannt und eingeladen wird, darf er nichts aus sich heraus tun, er darf nicht einmal reagieren, wie es der Generator tut. Er muss geduldig abwarten, bis er mit seinen Qualitäten vom Umfeld erkannt und dann formell eingeladen wird. Dann allerdings läuft der Projektor zur "Hochform" auf. Agiert er jedoch aus sich heraus, wird er im Umfeld auf Widerstand stoßen und leidet unter dem Gefühl des nicht erkannt werdens.


4. Der Reflektor

Die Besonderheit des Reflektors besteht darin, dass alle seine Zentren offen, also weiß sind. Im Reflektor ist nichts festgelegt. Er ist völlig offen für Einflüsse von außen (Menschen, Planetenkonstellationen) und kann daher sein Umfeld mit Klarheit und Verständnis erfassen. 

So wie er alles aufnimmt, kann er seine Umweld auch in allen Details spiegeln - reflektieren.

Seine Aufgabe und Fähigkeit ist es, immer die Gesamtsituation erfassen zu können. Dabei begleitet ihn zuweilen die Angst, selber gar nicht wahrgenommen zu werden oder nicht zu wissen, wo er hingehört. 

Damit für ihn alles klappt, muss er mit viel Zeit die Umgebung auf sich wirken lassen. Bevor ein Reflektor eine wichtige Entscheidung trifft, sollte er einen Mondzyklus verstreichen lassen und sich in dieser Zeit mit vielen Menschen austauschen. Wenn für ihn alles klappt, wird er vom Leben mit Weisheit belohnt. Wenn nicht, empfindet er Enttäuschung

Um nicht permanent den Einflüssen anderer Menschen ausgesetzt zu sein, sollte ein Reflektor immer wieder Ruhe an einem Ort suchen, an dem er allein ist. Hier regeneriert er sich.


Würden alle Menschen sich ihres Typs bewusst sein und diesen Typ auch leben, 
der Erde stünden "paradiesische" Zeiten bevor. 

 

Lebe ich typgerecht? Gefällt mir mein Typ überhaupt?

Wenn einer dieser beschriebenen Typen über das HDS erfährt, dass er nicht typgerecht lebt und er will das dann gerne ändern, so besteht im Rahmen des HDS die übliche Veränderungsarbeit in Bewusstwerdung und Training - ein zumeist langwieriger Prozess, manchmal scheinbar aussichtslos, besonders dann, wenn die archetypischen Urbilder (vgl. C.G.Jung und die aktuelle Psychobionik) nicht aktiv in einem Menschen vorhanden sind. 

Die Synergetische Human Design Activation beginnt hingegen in der Innenwelt des Menschen, auf der Informationsebene seines Unterbewusstseins mit der Frage: "Was hat dazu geführt, dass Du nicht Dein Design lebst...?" Es gilt also herauszufinden, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass jemand nicht seinem Typ entsprechend lebt oder vielleicht auch gar nicht so leben will, weil er es vielleicht nie gelernt hat, nie erfahren hat oder weil er ein seinem Typ entsprechendes Leben zutiefst ablehnt. 

Die während der Human Design Activation gefundenen Prägungsfaktoren (Erfahrungen und Konditionierungen, sowohl aus dem eigenen Leben als auch aus dem Familienenergiefeld) werden direkt auf der Informationsebene des Unterbewusstseins aufgedeckt und synergetisch aufgelöst. Fehlende bzw. inaktive archetypische Urbilder werden unmittelbar aktiviert. In der Folge dieser Auflösungen sowie Aktivierungen entsteht das vom Verstand unabhängige tiefe innere Gefühl für die absolute Richtigkeit des eigenen Designs verbunden mit der Fähigkeit, diese "genetischen Vorgaben" nun auch ganz selbstverständlich leben zu können und leben zu wollen.

  

Die Anwendungsgebiete des Human Design Systems

Das Human Design System verschafft in allen menschlichen Kommunikations- und Beziehungsbereichen Sicherheit über die tatsächlichen Sachverhalte und hat daher ein breites Anwendungsspektrum. 
Als eigenständige psychologische Beratungsmethode findet es Anwendung:

im Coaching
- zum Erkennen, Bewusstwerden und auch ausprobieren der eigenen genetischen Anlagen
- Zum Erkennen und Verdeutlichen von Verhaltensmustern

in der Krisenintervention
- Das Thema, der Zeitpunkt und die Dauer mancher Krisen sind oft vorherbestimmbar
- Das Krisenmuster wird klar

in der Arbeit mit Kindern
- Zur Erkennung der genetisch festgelegten Charakter- und Verhaltensstruktur des Kindes
- Was ist "therapierbar" und was nicht
- Zur Förderung der Kinder in ihren individuellen Talenten, Stärken und Einzigartigkeiten
- Zur Lösung von Problemen im Umgang mit einem sogenannten 'schwierigen' Kind

in der Arbeit mit Paaren
- Warum tickt mein Partner so wie er tickt
- Wo stärken sich Partner, wo schwächen sie sich
- Wo liegt das Problem wirklich
- Wie passen Partner anlagegemäß zusammen

in der Familientherapie
- Zur Aufdeckung der Dynamik genetisch bedingter Charakterkonstellationen und der daraus resultierenden Festlegung von Verhaltensmechanismen und Schwierigkeiten

In Kombination mit 
- der Synergetischen Therapiearbeit ist es Bestandteil der Human Design Activation
- der Aufstellungsarbeit ist es Bestandteil der Human Design Constellation 

 

Weitere Infos zum Human Design Systems

Nachfolgende Bücher eignen sich zum Kennenlernen und zum Vertiefen des Human Design Systems:

Hilf Dir Selbst zur richtigen Entscheidung!: 
DAS HUMAN DESIGN SYSTEM

von Marie-Luise Kreisz

Human Design ist kein Glaubenssystem. Es ist eine logische, erfahrbare Methode, die jeder Mensch ganz konkret in seinem Alltag ausprobieren kann. So kann man heraus finden, ob man das lebt, was man leben könnte.

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Human Design: 
Entdecke die Person, die Du wirklich bist

von Chetan Parkyn

Das Human Design gibt einen tiefen Einblick in den Aufbau der individuellen energetischen Strukturen und dem Potential eines Menschen. Anhand der Geburtsdaten wird eine Körpergrafik erstellt, die das individuelle Energiesystem eines Menschen abbildet. So können wir lernen zwischen gelernten Verhaltensweisen und unserem wahren Sein zu unterscheiden.

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Das Human Design System - Die Zentren
von Peter Schöber

In diesem ersten ausführlichen Buch zum Human Design-System werden die vielfältigen Grundlagen dieser neuen Wissenschaft allgemeinverständlich behandelt. Ein ausführlicher Praxisteil sorgt dafür, dass Sie den praktischen Wert dieses Wissens unmittelbar erlernen können und dass Sie darüber hinaus auch persönlichen Nutzen aus diesem Buch ziehen werden. In einem eigenen Abschnitt werden jene Überblicksinformationen zusammengefasst, die für die therapeutische oder beratende Arbeit mit Klienten – unabhängig von der verwendeten Methode – hilfreich sind.

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Das Human Design-System - Typus, Strategie und innere Autorität

Das Human Design-System - Typus, Strategie und innere Autorität
von Peter Schöber

Dies ist das zweite Buch einer Serie, in der das Grundwissen des Human Design Systems dargestellt wird. Auch wenn die einzelnen Module dieser Darstellung eine gewisse Eigenständigkeit haben, sind sie zwangsläufig aufeinander bezogen. Dies gilt besonders für das erste Buch über die Zentren sowie dieses zweite Buch über Typus, Strategie und innere Autorität. Es ist also meine herzliche Empfehlung an Sie, diese beiden Bände gemeinsam und in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen – so werden Sie den größten Nutzen aus beiden ziehen können. 

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Damit Selbstverständnis selbstverständlich wird