Mammografie-Screening gegen Brustkrebs?

 


"Regelmäßige Mammografie-Früherkennungsuntersuchungen vermindern die Sterberate bei Brustkrebs um 30 Prozent."


Was denken die meisten Menschen, wenn sie diese Aussage hören?

Wir haben viele Menschen nach ihrer Interpretation dieses Satzes befragt und die übereinstimmenden Antworten lauteten:
"Na das heißt doch wohl, dass von 100 Frauen Dank Mammografie 30 Frauen weniger an Brustkrebs sterben."

30 Prozent - das klingt beeindruckend, ist jedoch bei genauer Betrachtung leider nicht mehr als das Ergebnis einer interessanten akademischen Zahlenspielerei und deren Lösung ist so einfach wie ernüchternd. Grundlage der Aussage sind folgende Zahlen:

• OHNE Mammografie sterben im Zeitraum von 10 Jahren 
vier von 1000 Frauen an Brustkrebs. 
• MIT Mammografie sind es im gleichen Zeitraum drei von 1000 Frauen.

Die hier für die Screening-Werbung angeführten 30 Prozent ergeben sich also aus dem Unterschied von drei zu vier Frauen von Eintausend!

Eine solche Interpretation von Zahlen, wie sie in vielen medizinischen Statistiken und selbst in Broschüren des Bundesgesundheitsministeriums zu finden ist, wird von Statistikern als "relative Risikoreduktion" bezeichnet. Wird dagegen die "absolute Risikoreduktion" betrachtet, dann beträgt die vermeintliche Senkung der Sterblichkeit durch Mammografie gerade einmal noch 0,1 Prozent!

Somit hat von den 1000 Frauen MIT Mammografie lediglich eine einzige Frau die statistische Aussicht darauf, während der 10 Jahre nicht an Brustkrebs zu sterben.
Andersherum haben von den 1000 Frauen MIT Mammografie 999 Frauen keinen Nutzen davon, weil 996 von ihnen auch ohne Mammografie nicht an Brustkrebs gestorben wären, bzw. weil 3 von ihnen auch trotz Mammografie daran verstorben sind. 

Die riesige Zahl der Frauen, die infolge der Mammografie eine falsche Krebsdiagnose erhielten und einer Brustamputation zustimmten oder einen zusätzlichen Konflikt mit bösen Folgen erlitten ist hierbei noch nicht einmal berücksichtigt.

Quelle: Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser, Universität Hamburg

Und hier noch einmal die Aussage des MAMMOGRAPHIE SCREENING PROGRAMM, die von vielen Frauenärzten und Radiologen gerne in dieser Form an die Frau gebracht wird:

Durch frühzeitiges Erkennen gelingt es, die Heilungschancen von Brustkrebs zu verbessern. In Ländern, die das Mammographie-Screening schon vor mehr als 15 Jahren eingeführt haben, konnte nachgewiesen werden, dass durch das Mammographie-Screening die Sterberate bei Brustkrebs um bis zu 30% gesenkt werden konnte.

Glück hat offenbar, wer solch eine Aussage auch richtig lesen kann. Ob und wie das möglich ist, zeigen zwei Filmbeiträge des Deutschen Fernsehens.

Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin untersuchte in einer Studie, wie mit derart unseriösen Statistiken die Heilungs-Chancen für Brust- und Prostata-Krebs geschönt, wie Betroffene dadurch in Stress und Angst versetzt und zu unnötigen medizinischen Eingriffen gedrängt werden.
Schlimm: Kein Arzt konnte in dieser Untersuchung den wirklichen Nutzen der Mammografie benennen.


Das Magazin "Faszination Wissen" berichtet über die Ergebnisse dieser Studie - sie sollten nachdenklich machen:
 




Auch der Psychologe Gerd Gigerenzer macht in folgendem TV-Beitrag deutlich, wie mit Zahlen lebensgefährliche Verwirrung gestiftet wird:



Fazit: Traue keiner Statistik oder lasse sie Dir von Deinem Arzt vorrechnen.

Übrigens, die Vereinigung "Frauenärzte im Netz" hat kürzlich die 30%-Schallmauer durchbrochen und verspricht Frauen inzwischen eine um 31 Prozent niedrigere Sterberate, wenn sie denn am Mammografie-Programm teilnehmen.
HIER nachzulesen.

 Jeder entscheidet sich für die Diagnostik, die er für richtig hält.
Synergetische Krebsbegleiter empfehlen bei Verdacht oder Diagnose Brustkrebs
ein Synergetisches Profiling zur gezielten Aufdeckung der wirkenden neuronalen Hintergründe.